der "kleine Heilpraktiker"
Nach einem Bericht des Bundesministerium für Bildung und Forschung leidet in der westlichen Welt jeder Vierte im Laufe seines Lebens unter einer psychischen Störung.
Auf Deutschland übertragen sind das rund 20 Millionen Menschen.
Die Ausbildung zum "kleinen Heilpraktiker"Auf Deutschland übertragen sind das rund 20 Millionen Menschen.
Durch einen Erlass des Bundesverwaltungsgerichtes von 1993 wurde die „Ausübung der Heilkunde beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie” (im Folgenden HP.psych benannt) geregelt. Aufgrund der Tätigkeitseinschränkungen entstand die Bezeichnung "kleiner Heilpraktiker".
Die Ausübung der Psychotherapie ist
seither folgenden Berufen vorbehalten:
- Medizinern mit Facharztqualifikation in psychotherapeutischer
Medizin (psychologische Psychotherapie),
- Dipl. Psychologen mit einer Zusatzausbildung in einem
psychotherapeutischen Verfahren und kassenärztlicher Zulassung,
- allgemeinen Heilpraktikern (HP-med.) mit Weiterbildung in
psychotherapeutischen Verfahren, und
- den Heilpraktikern Psychotherapie mit Ausbildung in psychotherapeutischen Verfahren (HP-psych.)
der Fragenkatalog der amtsärztlichen Überprüfung umfasst:
- Berufs- und Gesetzeskunde einschließlich rechtlicher Grenzen der Ausübung der Heilkunde
- Kenntnisse über die Abgrenzung psychischer von somatischen Störungen, insbesonderre von Volks-, Stoffwechsel- und degenerativen Erkrankungen
- Erkennung akuter Notfälle und lebensbedrohender Zustände
- Ausreichende diagnostische Fähigkeiten in Bezug auf das seelische Krankheitsbild
- Kenntnisse in psychologischer Diagnostik, in Psychopathologie und klinischer Psychologie
- Grundkenntnisse der Konzepte über die Entstehung, Aufrechterhaltung und den Verlauf psychischer und psychisch mitbedingter Erkrankungen verschiedener Altersgruppen
- Grundkenntnisse der psychosomatischen und der psychischen Krankheitslehre
- Medizinische und pharmakologische Grundkenntnisse im Bereich der Psychotherapie
- Die Fähigkeit, die Patienten entsprechend ihrer Diagnose zu behandeln.
"Lernen ist eine Affäre, keine Instruktion.
Unterrichten reicht nicht!
Auch Aufrichten muss dazu kommen.
Wenn es gut geht, ist Lernen eine Liebesaffäre."
(Heinz v. Foerster)
